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Sascha Ende
Sascha Ende 18.01.2026 21:18

Ein Song über Klimawandel? Die Musik auf dieser Webseite ist meist mehr als einfach nur Gedudel für Videos. Hier stecken oft meine Gedanken und Gefühle drin. Beispielsweise der Song "The quiet we ignored".

Die Phrase "the quiet we ignored" (die Stille, die wir ignoriert haben) ist der emotionale Kern und die Schlüsselaussage des Songs. Im Kontext dieser Lyrics, die sich sehr deutlich mit dem Klimawandel, verpassten Chancen und der drohenden Katastrophe beschäftigen, hat diese Zeile eine doppelte Bedeutung.

Hier ist die Analyse, warum diese Formulierung gewählt wurde:

1. Die Stille als überhörte Warnung

In den Strophen wird beschrieben, dass die Natur schon lange "falsch" spielte ("trees forgot their lines", "earth kept turning out of tune").

Diese Veränderungen waren anfangs nicht laut wie ein Sturm, sondern schleichend und leise (z.B. Schnee im April).

"The quiet" steht hier für die subtilen Vorzeichen der Natur, die wir als Gesellschaft wahrgenommen, aber nicht ernst genommen haben. Wir haben "Jahre und Zahlen" (years and numbers) diskutiert, anstatt auf die leise, aber drängende Realität zu hören.

2. Die Stille als kollektives Schweigen (Verdrängung)

Der Text sagt: "we knew / we waited / we knew".

Es gab ein Wissen über die Konsequenzen, aber man hat darüber geschwiegen oder es aufgeschoben ("spoke in maybe, soon").

Diese "Stille" ist das bewusste Wegsehen. Es ist die unangenehme Stille, die entsteht, wenn man eine unbequeme Wahrheit kennt, sie aber im Alltag totschweigt, um weiterzumachen wie bisher.

3. Die Umkehrung im Finale

Im Final Chorus heißt es:

"the quiet we ignored is calling / and it’s louder now inside"

Das ist der Wendepunkt. Die Stille (die verdrängte Wahrheit) ist nicht mehr ruhig. Sie ist zu einem inneren Schrei geworden ("louder now inside").

Weil wir die äußeren Zeichen ignoriert haben, ist die innere Dringlichkeit (Gewissen, Angst, Erkenntnis) nun ohrenbetäubend.

Die "Stille" verwandelt sich in Handlungsdruck.

"The quiet we ignored" ist die Summe aller verpassten Momente, in denen man hätte handeln können, es aber nicht tat. Es ist die Erkenntnis, dass das Schweigen und das Nichtstun (das Ignorieren) letztendlich lauter und zerstörerischer waren als die Stürme selbst.

Nachrichtenbild
The Quiet We Ignored
Weiblich
Langsam
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Ein gefühlvoller und kraftvoller Kinotrack mit einem zarten Klavier, ätherischen weiblichen Gesängen und aufsteigenden orchestralen Streichern. Das Arrangement entwickelt sich von einem intimen, melancholischen Vers zu einem epischen, inspirierenden Höhepunkt, ideal für dramatische Filmtrailer, bewegendes Geschichtenerzählen und emotional resonante Marken-Kampagnen.
Filmisch Klavier Singer/Songwriter anthemic atmospheric pads cinematic
/ 05:40
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