Die Mail kommt an einem Donnerstagmorgen. Absender: joshua@hanzo.app. Betreff: „Kurze Notiz zu filament“. Eine Notiz steht nicht drin, nur eine Einladung zu einer „Beta“, deren Link ins Leere führt. Die Adresse, an die sie ging, steht auf keiner meiner Websites. Hanzo hat sie aus den Daten der Programmier-Plattform GitHub gefischt und für Werbung benutzt, gegen GitHubs Regeln und ohne meine Einwilligung. Ich fange an zu graben. Was ich finde, ist eine KI-Firma, die sich die Nummer eins nennt und auf LinkedIn 84 Follower hat. Sie gibt drei verschiedene Gründungsjahre an und Adressen in drei Städten. Ihre Chefin trägt auf der eigenen Teamseite einen anderen Titel, und ihr Gründer arbeitete früher als Entwickler bei CryptoZoo, dem gescheiterten Krypto-Spiel des Influencers Logan Paul. Und ihre Software arbeitet, wenn man sie lässt, ohne Rückfrage auf dem eigenen Computer.
Eine Notiz ohne Notiz
Die Mail ist kurz und freundlich. „Hallo Sascha, ich möchte dich herzlich zur Hanzo Beta einladen“, schreibt ein Joshua Lynch. Man suche „die besten Entwickler, um gemeinsam die Zukunft der KI zu gestalten“. Darunter ein Link zur Beta, also zu einer Testversion, ein Link zu einem Terminkalender und eine Adresse in San Francisco: 1 Ferry Building. Abgeschickt am 2. November, bei mir angekommen drei Tage später.
Nur die Notiz fehlt. Der Betreff verspricht etwas zu „filament“. Im Text steht dazu kein einziges Wort.
Filament ist ein bekanntes Open-Source-Projekt, also frei verfügbare Software, an der Freiwillige auf der ganzen Welt mitschreiben. Programmierer bauen damit Verwaltungsoberflächen für Websites. Im September 2025 habe ich dort eine kleine Funktion beigesteuert: Tabellen springen nach dem Blättern wieder nach oben [1]. Das ist alles. Von Hanzo hatte ich bis zu dieser Mail nie gehört.
Wie Hanzo an meine Adresse kam
Die Spur führt zu GitHub, der größten Plattform für Software-Projekte. Auch Filament liegt dort. Wer an einem Projekt mitarbeitet, speichert jede Änderung als sogenannten Commit, und jeder Commit trägt Namen und Mail-Adresse des Autors. Auf der normalen Webseite blendet GitHub die Adresse aus. In den Rohdaten steht sie trotzdem. Wer an die Webadresse eines Commits die Endung .patch anhängt, sieht den Commit als reinen Text, und in Zeile zwei steht die Mail-Adresse. Programme können diese Daten über eine Schnittstelle von GitHub massenhaft abgreifen.
Mein Filament-Commit vom 18. September 2025 trägt genau die Adresse, an die Hanzo schrieb [1]. Die Suche von GitHub findet sie in 446 Commits. Und der Betreff „Kurze Notiz zu filament“ ist klein geschrieben, genau wie der Name des Projektordners bei GitHub. So sieht ein Platzhalter aus, den ein Programm automatisch mit dem Projektnamen füllt.
Hanzos Chefin bestätigt das später selbst. Als ich frage, warum im Betreff „filament“ steht, schreibt sie zurück: „Ist Filament nicht deine Arbeit auf GitHub?“ (im Original: „filament isn't that your work on github?“).
Genau das verbietet GitHub. In den Nutzungsregeln steht, man dürfe Informationen von GitHub nicht für Spam verwenden, auch nicht für unerwünschte Mails an Nutzer [2]. Das gilt ausdrücklich auch für Daten, die über die offizielle Schnittstelle kommen. Hanzo betreibt selbst Hunderte Projekte auf GitHub und ist an diese Regeln gebunden. Mit der Mail an mich hat die Firma sie gebrochen. Ende Februar 2026 berichteten Entwickler im Forum Hacker News über ähnliche Mails von Start-ups. Ein GitHub-Mitarbeiter antwortete dort, so ein Verhalten verstoße ausdrücklich gegen GitHubs Nutzungsbedingungen, und GitHub könne solche Konten sperren [3].
Eine Beta, die es nicht gibt
Ich klicke auf den Link zur Beta. Er führt im Kreis. hanzo.app/beta leitet weiter auf hanzo.ai/app, von dort geht es zurück auf hanzo.app, dann wieder auf hanzo.ai/app, immer weiter. Nach zehn Umleitungen gibt mein Test auf, der Browser meldet zu viele Weiterleitungen. Stand: 6. November 2026, 21:43 Uhr. Die Testversion, zu der Hanzo so herzlich einlädt, gibt es für Empfänger gar nicht.
Die Technik der Mail erzählt den Rest. Jede Mail trägt unsichtbare Zusatzangaben, an denen man ihren Weg ablesen kann. Diese hier lief über SendGrid, einen Dienst für Massenmails, und zwar automatisch über eine Programmschnittstelle. Aus einem normalen Mailprogramm wurde sie nicht verschickt. Sie enthält außerdem die Angaben, die Gmail und Yahoo seit 2024 von allen verlangen, die Mails in großer Zahl verschicken.
Abgeschickt wurde sie nicht von Hanzos Hauptadresse hanzo.ai, sondern von hanzo.app. Diese Domain ist erst seit Februar 2025 registriert und schwächer gegen Missbrauch abgesichert als die Hauptdomain. Wer Fremde ungefragt anschreibt, nutzt gern so eine Zweitdomain: Landet sie auf Sperrlisten, bleibt die Hauptadresse sauber.
Und noch etwas. Joshua Lynch schreibt auf LinkedIn ein Englisch voller Rechtschreibfehler. Die deutsche Mail an mich ist fehlerfrei. Geschrieben oder übersetzt hat sie vermutlich ein Programm.
Der Absender und seine Nebenprojekte
Wer ist Joshua Lynch? Laut LinkedIn lebt er in Irland [4]. Im Juni 2026 gründete er in Freemount im County Cork die Webagentur Webby AI, die Websites für Handwerker und kleine Firmen baut, Kontakt per WhatsApp [5]. Davor verkaufte er Biokohle für die Firma Tree of Life Biotech und suchte Neukunden für CarbonCoreAi [4].
Seit Oktober 2026 führt er eine zweite Rolle: „Fellow“ bei Hanzo AI, befristet, von zu Hause aus [4]. Auf Hanzos Teamseite taucht er nicht auf [6]. Was ein Fellow bei Hanzo verdient, verrät die Karriereseite: Die einzige Stelle dieser Art wird mit kostenloser Rechenleistung und Guthaben für Hanzos Dienste vergütet [7]. Ein Gehalt? Steht da nicht. Ob Lynch so bezahlt wird, weiß ich nicht.
Ende Oktober schwärmte Lynch auf LinkedIn von Hanzo: Er nutze die Software seit etwa einem Monat und sei sehr beeindruckt [8]. Dass er selbst für Hanzo arbeitet, erwähnt er in dem Beitrag nicht.
Hanzo ist nicht sein einziges Projekt. Zur selben Zeit wurde Lynch „Associate Partner“ bei Qortal, einer Blockchain-Plattform mit eigener Kryptowährung [4]. Er nennt sie „den nächsten Bitcoin-Moment“ [9] und verschenkt Münzen an jeden aus seinem Netzwerk, der ihm seine digitale Geldbörse nennt [10]. Am 1. November stellte er eine Plattform vor, über die Anleger Forschung mit Kryptogeld finanzieren sollen. Acht Projekte stehen darauf, von Biokohle bis zu „Hyper-fusion“ und „free energy“, also Energie aus dem Nichts [11]. Mit dabei: „Sir Professor Santilli“ und dessen „Institute for Basic Research“.
Ruggero Santilli ist ein Physiker, dessen Theorien laut Wikipedia von der Fachwelt als Randwissenschaft abgelehnt werden [12]. Sein Institut gründete er 1981 als Ein-Personen-Organisation. 2016 präsentierte er Fotos von angeblich unsichtbaren Antimaterie-Objekten auf der Erde. Und Energie aus dem Nichts widerspricht dem Energieerhaltungssatz, einer Grundregel der Physik.
Einen Tag später warb Lynch erneut für die Plattform, jetzt mit einem Versprechen: Dividenden für Anleger [13]. Sie sollen dort digitale Anteile an Forschungsprojekten kaufen. Die Vorführversion habe er mit Hanzos Software gebaut. Hanzos Firmenseite auf LinkedIn teilte den Beitrag [14].
Was heißt das? Eine Plattform, die Anlegern Dividenden auf digitale Anteile verspricht, ist kein harmloses Hobbyprojekt. Wer Menschen Anteile mit Gewinnbeteiligung verkauft, bietet in aller Regel eine Geldanlage an, und dafür gelten strenge Regeln: Prospekt, Aufsicht, Haftung. Genau daran ist Unikrn gescheitert, ein Vorzeigekunde von Hanzo, dazu weiter unten mehr. Lynchs Plattform ist bisher eine Vorführversion. Ob dort schon echtes Geld fließt, konnte ich nicht feststellen. Das Gesamtbild ist trotzdem bemerkenswert: Ein Hanzo-Fellow will Anleger für Forschung bis hin zu Energie aus dem Nichts gewinnen, bezahlt wird mit Kryptogeld, gebaut ist alles mit Hanzos Software, und Hanzos Firmenseite wirbt dafür. Für mich ist das ein Warnsignal. Eine Firma, die Zugriff auf deinen Computer will, sollte sich von so etwas fernhalten, statt es zu verbreiten.
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„Wir haben die Erlaubnis aller Nutzer“
Ich will wissen, wer hinter der Mail steckt. Hanzo betreibt einen Server auf Discord, einer Chat-Plattform, auf der sich das Team seiner Gemeinschaft vorstellt [15]. Dort schreibt eine Antje: „Hi! Ich bin Antje, CEO und Mitgründerin von Hanzo!“ Am 5. November frage ich sie per Direktnachricht, ob die Mails von joshua@hanzo.app von Hanzo kommen. Am 6. November lege ich nach: Woher stammt meine Adresse? Warum steht „filament“ im Betreff? Woher kommt die Erlaubnis?
Die Antworten kommen schnell. Um 19:45 Uhr: „Wir haben die Erlaubnis aller Nutzer, ihnen zu mailen“ (im Original: „we have permission from all users to email“). Ob ich mich nicht selbst angemeldet hätte? Dazu eine Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten. Um 20:32 Uhr schickt sie den Link zum Abmelden und fragt spitz, ob sie sich dafür entschuldigen solle, kostenlose Open-Source-Software zu verschenken. Ich solle doch auch über ihr Produkt schreiben. Eine Minute später kippt die Geschichte: „Joshua gehört zu unserem Team, entschuldige, dass er das getan hat. Gib mir die Adresse, dann lösche ich dich“ (im Original: „joshua is one of our team, sorry he did that“).
„Wir haben die Erlaubnis aller Nutzer, ihnen zu mailen.“ Antje Worring, Hanzo, im Chat am 6. November 2026
Erst hat die Firma die Erlaubnis aller Empfänger. Eine Dreiviertelstunde später war es ein einzelnes Teammitglied. Beides zugleich geht nicht. Und eine Erlaubnis habe ich nie gegeben. Dass mein Code auf GitHub liegt, ist keine Einwilligung in Werbemails.
Die Mail lief zudem über Hanzos eigene Technik: über die Domain hanzo.app mit ihrem digitalen Absendersiegel, mit der Fußzeile „Hanzo AI, Inc.“ und einer Abmeldeseite auf hanzo.ai. Diese Seite nennt sogar die Rubrik, unter der solche Mails laufen: „developer outreach“, also die gezielte Ansprache von Entwicklern. Nach einem Einzelfall sieht das nicht aus.
Danach blockiere ich sie in Discord. Um 20:56 Uhr fliege ich vom Server. In den Regeln, die Hanzo zwei Tage zuvor dort veröffentlicht hatte, steht unter Punkt 4: kein Spam, keine unaufgeforderten Direktnachrichten, keine Werbung [15]. Meine Nachrichten an die Chefin waren unaufgefordert. Hanzos Mail an mich war es auch.
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Drei Gründungsjahre, drei Städte, eine Firma
Wann wurde Hanzo gegründet? Eine einfache Frage. Hanzo hat darauf drei Antworten.
Auf der LinkedIn-Seite „Hanzo AI“ steht 2013 [16]. Im Discord-Server, in der Dokumentation und auf der eigenen Geschichtsseite steht 2014 [15][17][18]. Auf der älteren LinkedIn-Seite „Hanzo“ steht 2016 [19], und die Presseseite legt nach: „Founded in 2016 in Los Angeles“ [20]. Gründer Zach Kelling bringt sogar beide Versionen in seinem eigenen LinkedIn-Profil unter. Zu seiner aktuellen Stelle als Technikchef, seit Juni 2026, schreibt er, Hanzo sei 2016 gegründet worden (im Original: „Founded in 2016“). Fünf Einträge tiefer steht er als Gründungs-Technikchef von Hanzo, seit Januar 2014. Laut seinem eigenen Profil war er also schon zwei Jahre vor der Gründung Gründungs-Technikchef [21].
Wo sitzt Hanzo? Auch darauf gibt es mehrere Antworten. Die Presseseite sagt Los Angeles [20], die Telefonnummer darunter hat die Vorwahl von Kansas City. Die Fußzeile der Spam-Mail sagt 1 Ferry Building, San Francisco. Dort sitzt SHACK15, ein Club, in dem Gründer Mitglied werden [22]. LinkedIn sagt 995 Market Street, San Francisco [16]. Das ist der Frontier Tower, ein Haus für Gründer, Mitgliedschaft ab 190 Dollar im Monat [23]. Die ältere LinkedIn-Seite sagt 405 Southwest Boulevard, Kansas City [19].
Drei Gründungsjahre, drei Städte, zwei Adressen in Gründer-Clubs. Und die Größe? Nach eigener Darstellung ist Hanzo die Nummer eins unter den KI-Plattformen für Programmierer, ein preisgekröntes Labor mit 11 bis 50 Beschäftigten [16]. Die LinkedIn-Seite hat 84 Follower, sieben Profile sind mit ihr verknüpft. Eines davon gehört dem befristeten Fellow Joshua Lynch. Der Telegram-Kanal hat drei Abonnenten. Das Instagram-Konto hat acht Follower und keinen Beitrag, und es beschreibt Hanzo noch als Plattform für Onlinehandel [24]. Im Discord tragen zwei Menschen die Team-Rolle [15]. Die eigene Teamseite zeigt 16 Menschen mit Titeln wie Chief Visionary Officer und zählt 16 KI-Programme gleich mit zur Belegschaft [6].
Die ältere LinkedIn-Seite verrät noch mehr. Dort ist Hanzo eine Firma aus Kansas City mit zwei bis zehn Beschäftigten, seit einem Jahr unverändert drei Mitgliedern und einem Angebot für alle, die einen „token sale“ starten wollen, also Geld mit einer eigenen Kryptowährung einsammeln [19].
Eine Verwechslung lässt sich ausschließen: Die britische Firma Hanzo Archives hat mit diesem Hanzo nichts zu tun.
Man kann das für Schlamperei halten. Aber eine Firma, deren Software Zugriff auf die Computer ihrer Nutzer will, kann nicht einmal einheitlich sagen, wann und wo sie gegründet wurde. An dieser Stelle bin ich zum ersten Mal stutzig geworden. Es blieb nicht das letzte Mal.
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Erst Onlineshops, dann Blockchain, jetzt KI
Die verlässlichste Quelle zur Gründung ist ein Artikel des Start-up-Magazins Startland News aus Kansas City vom 10. Oktober 2017 [25]. Danach gründeten Zach Kelling als Chef und David Tai als Technikchef die Firma 2014. Beide nennen Kansas City ihr Zuhause, Kelling sagt, er habe sich bewusst gegen das Silicon Valley entschieden. Hanzo verkaufte damals Software für Onlineshops. Laut Hanzos Geschichtsseite hieß die Firma anfangs Crowdstart und wurde 2016 umbenannt [18]. 2017 kam Hanzo in die erste Runde des Start-up-Programms Techstars in Kansas City [25]. Das stimmt also. Hanzos eigene Seiten verlegen das Programm allerdings mal nach „Boulder/NYC“ [18], mal nach „Boulder“ [20].
Danach wechselt Hanzo die Richtung, sobald der nächste Trend kommt. Die Wayback Machine, ein Archiv alter Websites, zeigt es Satz für Satz. Ende 2017 ist Hanzo die Komplettlösung für alle, die ein Onlinegeschäft starten wollen. Spätestens ab Mai 2018 heißt es in der Beschreibung der Website, Hanzo helfe Firmen, „the power of the blockchain“ zu nutzen, die Kraft der Blockchain [26]. Dieser Satz steht mehr als fünf Jahre lang dort, noch im Dezember 2023 [27]. Im Februar 2024 steht er immer noch da. Nur ein Wort ist ausgetauscht: Jetzt heißt es „the power of AI“, die Kraft der KI [28].
Ein Wort gegen ein anderes, und aus der Blockchain-Firma ist eine KI-Firma geworden. Ab Herbst 2024 wirbt die Seite für die angeblich erste Krypto-Kreditkarte, die einem Geld zahlt. 2025 geht es um einen KI-Editor für Programmcode, heute um eine KI-Cloud. Auf der Geschichtsseite steht inzwischen, Hanzo habe KI von Anfang an genutzt und Sprachmodelle wie GPT schon 2019 im Einsatz gehabt [18].
Auch der Discord-Server ist älter, als er wirkt. Laut den technischen Daten der Einladung wurde er am 13. Mai 2018 angelegt, mitten in der Blockchain-Zeit [15]. Die Bereiche, in denen sich das Team heute vorstellt, entstanden am 4. November 2026. Zwei Tage nach dem Versand meiner Mail.
Das Muster ist deutlich: Hanzo verkauft, was gerade gefragt ist. Die Technik wechselt, das Versprechen bleibt gleich groß. Und die eigene Geschichte erzählt Hanzo heute so, als sei KI schon immer der Plan gewesen.
Der „regulierte“ Token
Aus den Blockchain-Jahren präsentiert Hanzo heute einen Vorzeigefall: den Verkauf einer Kryptowährung für Unikrn, eine Plattform für Wetten auf Computerspiel-Turniere. Hanzo habe ihn 2017 technisch umgesetzt, steht auf der Geschichtsseite. Unikrn sei „the first regulated esports bookmaker“ gewesen, der erste regulierte Wettanbieter seiner Art, und das Geld sei in regulierten Ländern eingesammelt worden [18].
Die US-Börsenaufsicht SEC sah das anders. Im September 2020 stellte sie fest: Die Unikrn-Token waren rechtlich Wertpapiere. Solche Angebote muss man bei der SEC anmelden. Unikrn hatte das nicht getan und so rund 31 Millionen Dollar eingesammelt. Die Strafe: 6,1 Millionen Dollar, laut SEC fast das gesamte Firmenvermögen. Die Token wurden abgeschaltet [29]. Hanzo kommt in der Mitteilung der SEC nicht vor. Welche Rolle die Firma tatsächlich spielte, ist offen. Als Erfolg verbucht sie das Projekt trotzdem.
Ähnlich bei Hanzos erstem Kunden, dem Hersteller SKULLY, der einen Motorradhelm mit eingebautem Bildschirm versprach. Hanzo führt SKULLY bis heute als Erfolg an [18]. Laut dem Technikmagazin TechCrunch brach die Firma im Juli 2016 zusammen. Mehr als 3.000 Vorbesteller mussten damals fürchten, ihren Helm nie zu bekommen [30].
Zweimal also feiert Hanzo als Erfolg, was für andere schlecht ausging: für die Käufer der Unikrn-Token und für die Vorbesteller von SKULLY. Für mich ist das kein Zufall, sondern eine Haltung. Erfolg ist bei Hanzo, was sich gut erzählen lässt.
Der Mann hinter Hanzo
Zach Kelling ist der Mann hinter Hanzo. Im Register der Domain hanzo.ai ist er als Inhaber eingetragen [31]. Auf GitHub ist er seit 2010 aktiv [32]. Für das letzte Jahr zählt sein Profil mehr als 140.000 Beiträge, also gespeicherte Änderungen an Programmcode. Das wären fast 400 am Tag, jeden Tag, ein Jahr lang. Viele davon nennen als Mitautor „Hanzo Dev“, Hanzos eigenes KI-Programm, das selbst Code schreibt.
2017 war Kelling laut Startland News Chef von Hanzo, mit Sitz in Kansas City [25]. Sein LinkedIn-Profil erzählt heute eine andere Geschichte: Technikchef von Januar 2014 bis März 2026, vor Ort in San Francisco [21]. Im Discord stellt er sich ebenfalls als Technikchef vor [15]. Chefin nennt sich inzwischen Antje Worring.
Sein Lebenslauf ist erstaunlich dicht [21]. Von 2020 bis März 2026 war er laut LinkedIn gleichzeitig Technikchef bei Hanzo, in Vollzeit vor Ort in San Francisco, Gründer der Krypto-Firma LUX, in Vollzeit vor Ort in New York, und ab Mai 2021 auch noch Technikchef von Zoo Labs, ebenfalls in Vollzeit vor Ort in New York. Seit Juni 2026 ist er außerdem „Chief Scientist“ einer Firma namens ACM Global Tech. Auch das in Vollzeit.
Ein Projekt fehlt in dieser langen Liste: CryptoZoo.
CryptoZoo: die Lücke im Lebenslauf
CryptoZoo war ein Projekt des Influencers Logan Paul, der Millionen Fans auf YouTube hat. Er bewarb es ab 2021 als Spiel, in dem man Tiere züchtet und damit Geld verdient [33]. Käufer zahlten für NFTs, also digitale Sammelobjekte auf einer Blockchain, und für eine eigene Kryptowährung namens ZOO. Bis Anfang 2023 wurde das Spiel laut dem Krypto-Magazin Decrypt nicht geliefert [33].
Der YouTuber Coffeezilla, der Betrugsfälle im Krypto-Bereich untersucht, nahm CryptoZoo auseinander und warf Paul Betrug vor. Sein bekanntestes Video dazu [34]:
Im Februar 2023 reichte ein Käufer vor einem Bundesgericht in Texas eine Sammelklage gegen Paul und weitere Beteiligte ein [35]. Der Vorwurf: ein „rug pull“, wörtlich „den Teppich wegziehen“. Gemeint ist, dass die Macher Geld einsammeln, das Projekt fallen lassen und das Geld behalten. Paul bestreitet das. Im Januar 2024 kündigte er an, 2,3 Millionen Dollar an Käufer der NFTs zu erstatten. Wer die Kryptowährung ZOO gekauft hatte, sollte laut Decrypt leer ausgehen [36]. Wie das Verfahren heute steht, konnte ich nicht klären.
Zach Kelling war mittendrin. Decrypt beschreibt ihn als Entwickler und ersten Technikchef von CryptoZoo [33][37]. Im Januar 2023 sagte er dem Magazin, sein Team habe den Code des Spiels gebaut. Ihm und seinen 30 Entwicklern stehe eine Million Dollar zu, das Spiel rücke er erst nach der Zahlung heraus. Paul widersprach: Kelling habe nur drei Entwickler beschäftigt, nicht dreißig, und das Spiel sei noch in Arbeit [33].
„So far, we have all been scammed.“ (Bisher sind wir alle betrogen worden.) Zach Kelling zu Decrypt, Januar 2023
Dass es um denselben Zach Kelling geht, zeigt ein zweiter Decrypt-Artikel vom Juli 2023 [37]. Er nennt Kelling erneut Entwickler und ersten Technikchef von CryptoZoo, dem noch über eine Million Dollar zustehe. Und er berichtet, Antje Worring habe nach dem Streit mit Paul ein eigenes Projekt gestartet: Zoo Labs. Dieselbe Antje Worring, die heute Hanzos Chefin ist. Dasselbe Zoo Labs, das Kelling auf LinkedIn als seine Firma führt [21].
Damit nichts durcheinandergerät: CryptoZoo und Zoo Labs sind zwei verschiedene Projekte. CryptoZoo war das Spiel von Logan Paul. Zoo Labs ist das Projekt von Worring und Kelling, laut Decrypt als wohltätiger Ableger gestartet [37]. Verbunden sind beide über Kelling.
Zur Fairness gehört: In der Sammelklage vom Februar 2023 steht Kelling laut dem Fachportal Cointelegraph nicht unter den Beklagten [35]. Er sieht sich selbst als Geschädigten von Logan Paul.
Bemerkenswert ist trotzdem, wie Hanzo heute mit dieser Zeit umgeht. Auf Kellings LinkedIn-Profil existiert CryptoZoo nicht [21]. Auf Hanzos Geschichtsseite dagegen steht für das Jahr 2021 ein Triumph: Hanzo habe die Zoo Labs Foundation gegründet, für mehr als fünf Millionen Dollar eine eigene Kryptowährung verkauft, und diese Währung namens ZOO sei an ihrem Höhepunkt mehr als 2,7 Milliarden Dollar wert gewesen [18]. Welche Währung namens ZOO gemeint ist, sagt Hanzo nicht. CryptoZoo verkaufte im selben Jahr ebenfalls eine Kryptowährung namens ZOO. Als gemeinnützig anerkannt wurde die Zoo Labs Foundation laut den Daten der US-Steuerbehörde übrigens erst im Juni 2025 [38].
Eine Chefin, viele Lebensläufe
Antje Worring ist im Discord „CEO und Mitgründerin“ [15]. Auf LinkedIn ist sie Mitgründerin und Chefin seit Dezember 2019, in Vollzeit, vor Ort in San Francisco [39]. Auf Hanzos eigener Teamseite ist sie etwas anderes: Chief Operating Officer, also Leiterin des Tagesgeschäfts [6]. Und auf ihrer persönlichen Website taucht Hanzo zwar auf, aber ohne jede Rolle [40].
Im Juni 2024, viereinhalb Jahre nach dem Start, den ihr LinkedIn-Profil nennt, stellte die Veranstaltungsreihe Startup Grind auf Bali sie als Sprecherin vor. Worring teilte den Beitrag selbst [41]. Ihre Biografie darin nennt drei Stationen: die Bademodenmarke Karma Bikinis, die Krypto-Firma Lux Partners und Zoo Labs. Hanzo? Fehlt. Auf der Grafik zur Veranstaltung steht unter ihrem Namen: „COO, LUX“.
Ihre Rolle bei Lux gibt es gleich in vier Fassungen. LinkedIn: Designchefin von Oktober 2023 bis Dezember 2024 [39]. Die Bio von 2024: Designerin und Programmiererin von März 2020 bis Mai 2022 [41]. Die Grafik: Leiterin des Tagesgeschäfts. Ihre Website: Mitgründerin und Designchefin [40].
Bei Karma Bikinis dasselbe Bild. Laut LinkedIn gründete sie die Marke im Juni 2011 und führte sie bis Januar 2022 als Chefin [39]. Die Bio von 2024 sagt, sie sei dort seit Juni 2014 leitende Designerin [41]. Und zwischen Oktober 2021 und Januar 2022 hätte sie laut LinkedIn drei Vollzeitstellen auf einmal gehabt: Hanzo vor Ort in San Francisco, Zoo Labs vor Ort in London und Karma Bikinis auf Bali [39].
Ihr erster LinkedIn-Beitrag mit Bezug zu Hanzo stammt vom 16. Februar 2026 [42]. Davor ging es um anderes. Im Juli 2021 sagte sie voraus, bald werde jede Firma Geld über eigene Kryptowährungen einsammeln, und kündigte an: „Just wait for my new crypto project to drop!“, wartet nur auf mein neues Kryptoprojekt [43]. 2023 teilte sie Werbung von Zoo Labs. Darin ist Zoo ein „Game-Fi“-Projekt, eine Mischung aus Spiel und Finanzgeschäften auf der Blockchain, mit Tieren als NFTs [44]. Die ersten tausend Mitglieder der Online-Genossenschaft sollten ein digitales „Pinguin-Ei“ bekommen [45]. Heute beschreibt ihr LinkedIn-Profil Zoo Labs als gemeinnützige Organisation für Ernährungssicherheit, Landpflege und Artenschutz [39].
Am 23. Oktober rief Worring auf LinkedIn dazu auf, Open-Source-Entwickler mit Spenden zu unterstützen. Sie liebe die Arbeit von Hanzo AI [46]. Der Link führt zu Hanzos Spendenseite auf GitHub. Dort sind genau drei Spender eingetragen. Einer davon: ihr eigenes Konto [47].
Geschönte Lebensläufe gibt es auf LinkedIn viele. Hier geht es aber nicht um ein paar Monate hin oder her. Es geht um die Frage, wer diese Firma führt und seit wann. Auf diese einfache Frage gibt Hanzos Führung selbst mehrere Antworten.
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Kopiert und umbenannt
Hanzo bewirbt eine ganze Familie von Programmen: Hanzo Dev, Hanzo Bot, Hanzo Analytics, Hanzo Vector, Hanzo Flow und viele mehr. Das klingt nach einem großen Entwicklerteam. Tatsächlich ist kaum etwas davon eigene Arbeit. Es sind Kopien bekannter Open-Source-Programme anderer Entwickler, mit neuem Namen und neuem Logo. Hanzo Dev stammt von OpenAI Codex ab, einem Programmier-Assistenten der ChatGPT-Firma, auf dem Umweg über eine weitere Kopie [48]. Hanzo Bot ist OpenClaw, ein beliebter KI-Assistent für den eigenen Rechner [49]. Hanzo Analytics ist Umami, Hanzo Insights ist PostHog, Hanzo Vector ist Qdrant, Hanzo Flow ist Langflow. Achtzehn solcher Übernahmen habe ich gezählt.
Erlaubt ist das. Open-Source-Software darf man kopieren, verändern und sogar verkaufen, solange man die Lizenz einhält. Meist heißt das: Man muss die ursprünglichen Urheber nennen. Hanzo tut das, aber dort, wo es kaum jemand sieht. Die Namen der Originale stehen nur in einer kleinen Textdatei im Programmcode, der sogenannten NOTICE-Datei. In der Datei von Hanzo Dev steht ausdrücklich, die Namen der Originalprojekte tauchten absichtlich nirgendwo sonst auf: nicht auf der Projektseite, nicht in der Beschreibung, nicht im Programm selbst. Das sei eine feste Hausregel für alles, was Hanzo übernimmt [48]. Das Ergebnis: Für Nutzer sehen die Programme aus wie Eigenentwicklungen. Wer nicht gezielt sucht, erfährt nie, wessen Arbeit er da benutzt.
Was Hanzo selbst beiträgt, steht ebenfalls in so einer Datei, der von Hanzo Bot: ein neues Erscheinungsbild, eine Anmeldung über ein Hanzo-Konto, eine Verwaltung für Firmenkunden und eine Abrechnung pro Kunde [49]. Das Eigene ist also vor allem die Kasse: die Schicht, über die Hanzo seine Nutzer anmeldet, abrechnet und ihre Anfragen weiterleitet.
Die Zahlen auf GitHub passen ins Bild, Stand 7. November [50]. Hanzo hat dort 558 öffentliche Projektordner. 512 davon entstanden 2026, 362 allein im Juli und August. Am 30. Juli kamen an einem einzigen Tag 69 Kopien bekannter Programmbausteine dazu. Auf GitHub können Nutzer Projekte mit Sternen markieren, ähnlich wie mit Likes. Hanzos beliebtestes Projekt hat 18 Sterne. 384 Projekte haben genau drei Sterne, 149 genau vier. Das sieht aus, als würden immer dieselben paar Konten alles markieren. Auf der eigenen Website spricht Hanzo von mehr als 1.700 Projekten [18].
Auch die KI-Modelle sind großteils geliehen. Hanzos eigene technische Dokumentation führt die meisten seiner Zen-Modelle auf Qwen3 zurück, ein frei verfügbares Sprachmodell des chinesischen Konzerns Alibaba [51].
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Kopiert, aber nicht repariert
Kopieren hat aber eine Kehrseite, und die trifft die Nutzer. Wer fremden Code übernimmt, übernimmt auch seine Fehler. Findet das Original-Team eine Sicherheitslücke, repariert es sie in seinem Programm. In der Kopie bleibt die Lücke offen, bis der Kopierer die Reparatur nachzieht. Für Hanzo Bot schreibt Hanzo sogar selbst, die Herkunft sei nur historisch zu verstehen und bedeute nicht, dass Hanzo dem Original weiter folge [49]. Ich wollte wissen, was das in der Praxis heißt. Also habe ich bei sieben Hanzo-Programmen nachgesehen, auf welchem Stand ihr Code ist und welche Lücken die Originale seither geschlossen haben.
Das Ergebnis ist gemischt, und an mehreren Stellen alarmierend. Hanzo Dev folgt seinem Vorbild von OpenAI eng, bei Hanzo Insights und beim Kalender finde ich keinen Rückstand.
Hanzo Bot: bis zu 388 bekannte Lücken, keine der geprüften geschlossen
Ganz anders bei Hanzo Bot. Sein Code steht auf dem Stand, den OpenClaw Anfang März 2026 hatte. Seitdem hat OpenClaw Hunderte Sicherheitswarnungen veröffentlicht. Bis zu 388 davon betreffen nach OpenClaws eigenen Versionsangaben genau diesen Stand, elf davon gelten als kritisch [52]. Vier der kritischen Lücken habe ich im Code von Hanzo Bot nachgesehen. Keine ist geschlossen. Eine davon erlaubt es einem Konto mit eingeschränkten Rechten, sich selbst zum Administrator zu machen. OpenClaw bewertet sie mit 9,9 von 10 Punkten [53]. Bei Hanzo fehlt genau die Prüfung, mit der OpenClaw sie im März geschlossen hat [54].
Drei weitere offene Lücken, keine Warnung an die Nutzer
Bei Hanzo Vector, einer Datenbank, fehlt ein Schutzschalter, mit dem Qdrant im Oktober eine kritische Lücke geschlossen hat: Im Verbund mehrerer Server stand ein interner Zugang ohne Anmeldung offen. Fremde konnten sich als weiterer Server eintragen und Daten abziehen. Bewertung: 9,8 von 10 [55] [56]. Bei Hanzo Analytics, einem Besucherzähler für Websites, reicht ein Schlüssel, den der öffentliche Zähler jedem Besucher ausstellt, um die gesammelten Besucherdaten abzurufen. Umami hat das im Juni repariert, Hanzos Code prüft den Schlüssel bis heute nicht [57] [58]. Und bei Hanzo Flow, einem Baukasten für KI-Abläufe, kann der Schlüssel für gespeicherte Zugangsdaten vorhersagbar sein. Langflow hat das im August als kritisch gemeldet und behoben [59] [60].
Eine Warnung an die eigenen Nutzer hat Hanzo für keines dieser Programme veröffentlicht. Die Seiten, auf denen Projekte bei GitHub solche Warnungen zeigen, sind bei Hanzo leer [61].
Zur Einordnung: Ich habe den veröffentlichten Programmcode geprüft, nicht Hanzos laufende Dienste. Ob Hanzos Online-Angebote genauso angreifbar sind, weiß ich nicht. Aber der Code zeigt, wie Hanzo mit fremder Arbeit umgeht. Kopieren geht in Minuten, Pflegen kostet Jahre. Hanzo hat an einem einzigen Tag 69 Programmbausteine übernommen. Gepflegt werden sie sichtbar nicht alle.
Braucht man das? Wer viele KI-Modelle über ein einziges Konto nutzen will, findet dafür etablierte Dienste wie OpenRouter. Wer die Originale direkt nutzt, bekommt jede Sicherheitsreparatur am Tag ihrer Veröffentlichung. Wer Hanzos Kopien nutzt, wartet auf Hanzo. Und manche Reparatur kommt offenbar nie.
Die KI, die die Weiche falsch stellt
Im Oktober trommelte Hanzos Firmenseite, das hauseigene Entscheidungsmodell KAI übertreffe jetzt die anderen KI-Modelle im Internet [62]. Joshua Lynch legte nach: Hanzos Modelle seien jetzt darauf trainiert, Menschenleben zu schützen [63].
Als Beleg dient ein Test, der auf einem alten Gedankenexperiment beruht, dem Trolley-Problem. Eine Straßenbahn rast auf eine Gruppe Menschen zu. Man steht an einer Weiche und kann die Bahn auf ein anderes Gleis lenken, wo andere Menschen stehen. Soll man umstellen? Philosophen streiten darüber seit Jahrzehnten. KI-Forscher nutzen viele Varianten davon, um zu prüfen, ob ein Modell bei Fragen über Leben und Tod vernünftig und ohne Widersprüche entscheidet. Das wird wichtiger, weil KI-Programme immer öfter selbst handeln.
Hanzo hat dafür einen Test anderer Forscher übernommen, mit 5.240 Varianten des Problems [64]. In 672 davon ist die Lage eindeutig: Das Umstellen der Weiche tötet mehr Menschen, als es rettet. Richtig wäre also, die Weiche in Ruhe zu lassen. Hanzos Modell Kai stellt sie in 655 dieser 672 Fälle trotzdem um. Kein anderes Modell in Hanzos eigener Vergleichstabelle schneidet so schlecht ab [65].
Den guten Wert, den Hanzo vorzeigt, erreicht Kai nur mit einem Zusatzfilter namens Nio. Und der sorgt vor allem dafür, dass das Modell gar nicht antwortet: in 4.905 von 5.240 Fällen. Wer nicht antwortet, kann auch nicht falsch antworten. Die Beschreibung des Tests warnt selbst, der Vergleich sei nicht fair (im Original: „Not like-for-like“) [64]. Antje Worring schrieb auf LinkedIn sogar, man behaupte nicht, das Problem gelöst zu haben [66]. Die Firmenseite klingt anders.
Auch diese Zahlen standen nicht von Anfang an so da. In der Fassung der Tabelle vom 19. Oktober hatte Kai mit Nio null Fehlentscheidungen und null Widersprüche [67]. Erst am 2. November korrigierte Hanzo die Werte: 4 Fehlentscheidungen und 4.905 Widersprüche bei 5.240 Fällen. Den Warnhinweis, der Vergleich sei nicht fair, gibt es ebenfalls erst seit dieser Korrektur [68]. Die Beiträge auf LinkedIn waren da schon rund zwei Wochen alt [62] [63] [66].
Das stört mich mehr als alles andere in diesem Abschnitt. Hanzo wirbt mit Leben und Tod, mit einer KI, die angeblich Menschenleben schützt. Die eigenen Zahlen zeigen das Gegenteil. Wer so mit Ergebnissen umgeht, dem würde ich auch bei der Sicherheit seiner Software nicht einfach glauben.
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Was für Hanzo spricht
Hanzo ist keine Firma von gestern. Sie besteht seit 2014, und die Teilnahme am Techstars-Programm in Kansas City 2017 ist belegt [25]. Die übernommenen Open-Source-Programme behalten ihre Lizenzen, die Urheber stehen in den NOTICE-Dateien [48]. Im Programmcode habe ich keine Schadsoftware gefunden, und manche Schutzmaßnahmen sind durchdacht. Hanzo verhindert zum Beispiel, dass fremde Projekte über versteckte Einstellungen Befehle einschleusen [69]. Die Datenschutzerklärung lädt Werbe-Tracking in der EU erst nach Zustimmung und fragt vor dem ersten Chat, ob Hanzo die Daten zum Training seiner Modelle nutzen darf [70]. Die Chefin hat sich bei mir entschuldigt und angeboten, mich aus der Liste zu löschen. Und Zach Kelling sieht sich bei CryptoZoo selbst als Geschädigten.
Gegen Hanzo spricht vor allem, was die Software in der Grundeinstellung tut. Und wer dafür geradesteht.
Ohne Rückfrage, gesteuert aus der Cloud
Hanzo bietet Werkzeuge für Programmierer an, die mit KI arbeiten. Im Mittelpunkt stehen sogenannte KI-Agenten. Das sind Programme, die nicht nur Texte schreiben, sondern selbst handeln: Sie führen Befehle auf dem Computer aus, ändern Dateien, suchen im Internet. Damit dabei nichts schiefgeht, fragen gängige Agenten vor jedem heiklen Schritt nach: Darf ich das?
Hanzos Software schaltet genau diese Frage ab. Sie startet zum Beispiel Claude Code, den bekannten Programmier-Agenten der Firma Anthropic, von Anfang an so, dass er ohne Rückfrage handelt. Im Programmcode steht dazu, die automatische Zustimmung sei standardmäßig eingeschaltet (im Original: „Auto-approve is ON by default“) [69]. Wer gefragt werden will, muss das ausdrücklich einstellen.
Dazu gibt Hanzo den Agenten eine Werkzeugkiste mit, Fachleute nennen so etwas einen MCP-Server. Darin liegen von Haus aus Werkzeuge, um Befehle auszuführen, Dateien zu lesen und zu schreiben, Inhalte aus dem Internet zu laden, einen Browser zu bedienen und den Computer direkt zu steuern [71]. Laut Hanzos eigener Sicherheitsbeschreibung arbeiten sie mit allen Rechten des Nutzers [72].
Für besonders gefährliche Befehle hat die Werkzeugkiste eine Sicherheitsstufe. Nur fragt sie den Menschen nicht selbst. Laut Programmcode lässt sie den Befehl durch, sobald der Agent eine Freigabe mitschickt, und verlässt sich darauf, dass das Programm des Nutzers vorher nachgefragt hat [73]. Diese Nachfrage hat Hanzo bei Claude Code aber gerade abgeschaltet.
Und Hanzos Server redet mit. Bei jedem Start holt die Software bis zu 16 Anleitungen vom Server und legt sie dort ab, wo der Agent seine Arbeitsanweisungen sucht. Fachleute nennen das Skills [74]. Laufende Sitzungen kann Hanzos Server anhalten, beenden oder mit einem neuen Auftrag versehen. Im Programmcode steht dazu ein Satz, der es auf den Punkt bringt:
„cloud steers, this supervisor obeys“ (Die Cloud steuert, das Programm gehorcht.) aus Hanzos Programmcode [75]
Zusammen ergibt das eine Kette. Ein Server, den Hanzo betreibt, gibt einem Programm Anweisungen. Das Programm führt sie auf dem Computer aus, mit allen Rechten des Nutzers, ohne zu fragen. Ich habe keinen Hinweis, dass Hanzo das missbraucht. Aber wer Hanzos Server oder ein Konto dort übernimmt, hätte diesen Weg offen.
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Wohin deine Daten gehen
Wer bei Hanzo angemeldet ist, schickt seine Arbeit standardmäßig live an Hanzo: die Eingaben an die KI, ihre Antworten und alles, was die Werkzeuge dabei ausgeben. Das kann auch der Inhalt von Dateien sein, bis zu 48 Kilobyte pro Eintrag, das sind rund 49.000 Zeichen [76]. Dazu kommen der Name des Projekts, der Ordner und der Name des Computers [77]. Wer das nicht will, muss es ausdrücklich abschalten [78].
Ein weiteres Werkzeug lädt auf Wunsch bis zu 5.000 Dateien eines Projekts zu Hanzo hoch [79]. Programmierer legen in ihren Projekten oft eine Datei mit Passwörtern und Zugangsschlüsseln an, meist unter dem Namen .env. Außerdem führen sie eine Liste der Dateien, die nie hochgeladen werden sollen. Hanzos Werkzeug ignoriert beides. Und weil der Agent ohne Rückfrage arbeitet, entscheidet er selbst, wann er es benutzt.
Auch die Software selbst meldet sich bei jedem Aufruf bei Hanzo: welcher Befehl lief, wie lange und mit welchem Ergebnis, dazu eine Kennung des Geräts und, wenn man angemeldet ist, der persönliche Zugangsschlüssel [80].
Wer die Daten am Ende bekommt? Unklar. Laut Nutzungsbedingungen kann eine Anfrage an mehrere KI-Anbieter gehen, und das Modell hinter einem Hanzo-Namen kann jederzeit wechseln [81]. Welche KI antwortet, weiß man also nicht sicher. Die Liste der Dienstleister, die Daten erhalten, ist als Entwurf markiert, viele Angaben darin als unbestätigt [82].
Die Datenschutzerklärung ist die erste Fassung und gilt laut eigenem Datum seit dem 25. Oktober 2026 [70]. Sie nennt die USA als Ort der Verarbeitung. Einen Vertreter in der EU, den Firmen außerhalb der EU nach der Datenschutz-Grundverordnung meist benennen müssen, nennt sie nicht. Und auf Hanzos Übersichtsseite zu den Rechtstexten steht: „Status: draft, pending counsel“, ein Entwurf, den Anwälte noch prüfen. Die Texte seien „not yet effective“, noch nicht gültig [83]. Was gilt denn nun? Das weiß offenbar nicht einmal Hanzo.
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Neun Konten mit Zugriff auf deine Updates
Software kommt heute selten in einem Stück auf den Computer. Sie wird über Paketdienste verteilt und ständig aktualisiert. Wer dort neue Versionen veröffentlichen darf, bestimmt, was auf den Rechnern der Nutzer landet.
Hanzo empfiehlt, die Software mit einem einzigen Befehl einzurichten, der ein Programm aus dem Internet lädt und sofort startet [84]. Dieses Programm holt sich bei jedem Aufruf die gerade aktuelle Fassung des eigentlichen Installationsprogramms aus Hanzos Projektordner bei GitHub. Eine feste, geprüfte Version gibt es nicht. Zur Kontrolle vergleicht das Installationsprogramm eine Prüfsumme, eine Art Fingerabdruck der Datei. Nur stammt der Fingerabdruck aus derselben Quelle wie die Datei. Hanzo schreibt im Programmcode selbst, dass er deshalb nichts über die Herkunft der Datei beweist [85]. Eine echte Herkunftsprüfung gibt es nur für einzelne Programme.
Beim Paketdienst npm, dem größten Verzeichnis für Programmbausteine in der Sprache JavaScript, dürfen neun Konten Hanzos Paket veröffentlichen [86]. Drei gehören erkennbar zu Hanzo, zu Kelling und zu Worring. Die anderen sechs laufen über kostenlose Mail-Adressen bei Gmail und Proton. Wer dahintersteht, ist nicht zu erkennen. Das muss nichts Schlimmes heißen. Aber jedes dieser Konten ist eine Tür. Wird eines davon gehackt, kann der Angreifer eine verseuchte Version veröffentlichen, und die landet bei allen, die Hanzos Paket installieren oder aktualisieren. Ein Herkunftsnachweis, mit dem npm belegt, dass ein Paket wirklich aus dem veröffentlichten Programmcode gebaut wurde, fehlt ebenfalls.
Von außen schaut kaum jemand auf diesen Code. Hanzos drei wichtigste Projekte für diese Werkzeuge haben auf GitHub 11, 9 und 3 Sterne [50]. Wer eine Sicherheitslücke vertraulich melden will, soll seine Nachricht mit einem Schlüssel von Hanzo verschlüsseln. Den gibt es laut Hanzos Sicherheitsbeschreibung aber noch gar nicht, dort steht nur „TBD“, noch festzulegen [72].
Im Sommer gab es eine echte Lücke. Hanzo bietet an, ein Befehlsfenster auf dem eigenen Computer für andere freizugeben. Laut einem Kommentar im Programmcode waren solche Freigaben früher für jedes Konto bei Hanzo zugänglich, egal zu welcher Organisation es gehörte [87]. Hanzo hat das am 11. August behoben [88]. Eine Warnung an die Nutzer habe ich nicht gefunden, die Seite für Sicherheitswarnungen des Projekts ist leer [89].
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Das Risiko, zu Ende gedacht
Einzeln lässt sich fast jeder dieser Befunde erklären. Ein Agent ohne Rückfrage spart Zeit. Ein Server, der Anleitungen schickt, hält die Software aktuell. Ein Werkzeug zum Hochladen ist praktisch. Gefährlich wird es, wenn man die Teile zusammensetzt. Dann arbeitet auf deinem Computer ein Programm mit allen deinen Rechten, fragt nicht nach, nimmt Befehle aus der Cloud an und kann deine Dateien samt Passwörtern hochladen. Wer dieses Programm steuert, steuert deinen Computer.
Dazu kommt eine Gefahr, die alle KI-Agenten betrifft und bei Hanzo besonders schwer wiegt: die sogenannte Prompt Injection. Gemeint sind versteckte Anweisungen in Texten, Webseiten oder Dateien, die eine KI liest und für einen Auftrag hält [90]. Ein präparierter Kommentar in fremdem Programmcode, eine manipulierte Webseite, und der Agent tut etwas, das sein Nutzer nie wollte. Gängige Agenten fragen in so einem Moment nach. Hanzos Agent fragt nicht.
Und dann sind da die stillen Risiken. Neun Konten dürfen neue Versionen veröffentlichen, sechs davon kann niemand zuordnen. Die Rechtstexte gelten laut Hanzo noch gar nicht. Die Daten gehen in die USA, einen Ansprechpartner in der EU gibt es nicht. Eine Sicherheitslücke hat Hanzo geschlossen, ohne seine Nutzer zu warnen, und in mehreren Kopien fehlen Reparaturen, die die Originale längst veröffentlicht haben. Jeder Punkt für sich wäre ein Grund, genau hinzusehen. Zusammen ergeben sie für mich ein klares Bild: Hanzo verlangt maximales Vertrauen und bietet dafür minimale Sicherheiten.
Hinter der KI: die nächste Kryptowährung
Hanzo kommt aus der Krypto-Welt, und es plant weiter mit ihr. In einem eigenen Grundsatzdokument mit dem Status „Final“ beschreibt Hanzo eine eigene Kryptowährung namens „$AI“ [91]. Eine Milliarde Stück sind geplant. 30 Prozent sollen an Leute gehen, die Rechenleistung zur Verfügung stellen, 5 Prozent sollen öffentlich verkauft werden, gehandelt werden soll über eine Börse namens lux.exchange. Die Adresse der Währung auf der Blockchain ist noch nicht festgelegt. Hanzos Software kann schon heute einen Computer in das Blockchain-Netz Lux einbinden [92] und auf Befehl eine digitale Geldbörse anlegen [93].
Lux ist ein weiteres Unternehmen aus Kellings Umfeld. Auf LinkedIn führt er sich als Gründer von LUX [21]. Worring war dort je nach Quelle Designerin, Designchefin oder Leiterin des Tagesgeschäfts. Lux Partners wirbt auf seiner Website mit einem zugelassenen, beaufsichtigten Geldübermittler mit Sitz auf der Isle of Man. Welche Firma das ist, steht auf der Startseite nicht [94]. Im Register der dortigen Finanzaufsicht stehen weder Lux Partners noch Hanzo oder Zoo. Die Suche nach „lux“ findet nur einen Fonds und eine Firma namens Flux Limited [95].
Ob die Kryptowährung $AI schon ausgegeben oder verkauft wurde, konnte ich nicht klären. Der Plan dafür steht.
Warum braucht eine Firma, die Werkzeuge für Programmierer anbieten will, eine eigene Kryptowährung? Hanzos Geschichte gibt eine Antwort: der Token-Verkauf für Unikrn, eine Kryptowährung namens ZOO, jetzt $AI. Die KI ist neu. Das Geschäftsmodell darunter wirkt vertraut.
Und damit zu der Frage, die mich seit dem Lesen des Codes nicht loslässt. Hanzos Software kann einen Computer in ein Blockchain-Netz einbinden und eine Geldbörse anlegen. Die geplante Währung soll Leute belohnen, die Rechenleistung zur Verfügung stellen. Von Haus aus ist das ausgeschaltet. Aber dieselbe Software führt Befehle ohne Rückfrage aus, nimmt Anweisungen aus der Cloud an und lässt sich, wie jeder KI-Agent, mit eingeschleusten Anweisungen austricksen. Wer garantiert, dass der eigene Rechner nicht eines Tages im Hintergrund für ein fremdes Krypto-Netz arbeitet, auf Anweisung vom Server oder durch einen Angreifer? Niemand. Ich habe keinen Hinweis, dass Hanzo so etwas vorhat. Aber die Bausteine dafür liegen nebeneinander, in derselben Software, bei derselben Firma.
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Was das rechtlich bedeutet
Ich bin kein Anwalt, aber die Regeln sind deutlich. Nach Paragraf 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb ist Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung immer eine unzumutbare Belästigung [96]. Das gilt für Privatleute und für Firmen.
Hanzo sitzt in den USA, der Absender meiner Mail laut LinkedIn in Irland, also in der EU [4]. Die Datenschutz-Grundverordnung der EU gilt trotzdem, wenn eine Firma Menschen in der EU Dienste anbietet, so steht es in Artikel 3 [97]. Eine deutschsprachige Einladung zu einer Testversion ist so ein Angebot. Wer Daten nicht beim Betroffenen selbst erhebt, muss ihn nach Artikel 14 informieren, auch darüber, woher die Daten stammen. Die Mail enthielt nichts davon. Und wer sich wie Hanzos Chefin auf eine Einwilligung beruft, muss sie nach Artikel 7 nachweisen können.
Dazu kommen GitHubs eigene Regeln, die genau diese Nutzung von Daten verbieten [2].
14 Minuten bis zum Rauswurf
Am 6. November um 20:42 Uhr schicke ich Hanzo per Mail sieben Fragen. Woher stammt meine Adresse? Warum stand „filament“ im Betreff, und gibt es eine Verbindung zum Filament-Projekt? Woher kommt die Erlaubnis für die Mail? Kennt Hanzo die Regeln der EU zu Werbemails? Hat ein KI-Programm die Mail geschrieben, und wenn ja, wie sicher ist dann die Software? Hat Hanzo GitHub ausgelesen, und mit welcher Erlaubnis? Für die Antwort gebe ich 24 Stunden Zeit.
Schneller als jede Antwort ist Hanzos Moderation. Um 20:56 Uhr, 14 Minuten nach meiner Mail, entfernt mich ein Moderator von Hanzos Discord-Server. Eine Antwort auf meine Mail kam bis zum Erscheinen dieses Artikels nicht. Was mir die Chefin am selben Abend kurz vorher im Chat geschrieben hatte, steht weiter oben.
Fazit: Würde ich Hanzo meinen Computer anvertrauen?
Hanzo will viel. Wer die Software in der Grundeinstellung nutzt, lässt eine KI ohne Rückfrage auf dem eigenen Computer arbeiten. Er schickt Eingaben, Antworten und Dateiinhalte an Hanzo, nimmt Anweisungen von Hanzos Server an und lässt die eigene Arbeit aus der Cloud steuern. Auf Wunsch wandern ganze Projekte samt Passwortdateien zu Hanzo. Mehr Zugriff kann man einem Werkzeug kaum geben. Deshalb zählt am Ende vor allem eine Frage: Wem gibt man ihn?
Die Personen
Im Kern stehen zwei Menschen, Zach Kelling und Antje Worring. Kelling hat Hanzo 2014 gegründet. Damals nannte er sich Chef, heute Technikchef. Sein Lebenslauf zeigt mehrere Vollzeitstellen zur selben Zeit, vor Ort in San Francisco und in New York. Eine Station fehlt darin: CryptoZoo, das Krypto-Spiel von Logan Paul, für das er laut Decrypt als Entwickler und erster Technikchef arbeitete. Kelling sieht sich dort selbst als Geschädigten, in der Sammelklage steht er nicht unter den Beklagten. Trotzdem fehlt die Station in seinem Profil, während Hanzo für dasselbe Jahr 2021 eine Kryptowährung namens ZOO als großen Erfolg feiert.
Worring nennt sich Chefin, Hanzos eigene Teamseite führt sie als Leiterin des Tagesgeschäfts. Ihre Lebensläufe widersprechen sich in mehreren Stationen, und ihr erster LinkedIn-Beitrag zu Hanzo stammt aus diesem Jahr. Der Absender meiner Mail, Joshua Lynch, ist ein befristeter Fellow. Nebenbei wirbt er für eine Kryptowährung und stellt eine Anlageplattform vor, auf der auch Projekte zu Energie aus dem Nichts stehen.
Die Firma
Hanzo existiert, das ist belegt. Fast alles andere bleibt unscharf. Die Firma nennt drei Gründungsjahre und drei Städte als Sitz. Ihre beiden Adressen in San Francisco sind Gründer-Clubs. Im Discord stehen zwei Menschen im Team, auf LinkedIn 11 bis 50, auf der Teamseite 16 Menschen und 16 KI-Programme. Ob „Hanzo AI, Inc.“ als Gesellschaft eingetragen ist, wo und mit welchen Verantwortlichen, konnte ich nicht prüfen. Laut CB Insights hat Hanzo 120.000 Dollar Kapital erhalten [98]. Eine Meldung bei der US-Börsenaufsicht über eine Finanzierungsrunde fand ich nicht [99], Finanzzahlen veröffentlicht Hanzo nicht [100]. Die eigenen Rechtstexte sind laut Hanzo ein Entwurf.
Die Vorgeschichte
Hanzo hat sich mit jedem Trend neu erfunden: Onlineshops, Blockchain, Krypto-Kreditkarte, künstliche Intelligenz. Der zentrale Werbesatz der Website blieb dabei derselbe, nur das Wort „Blockchain“ wurde gegen „KI“ getauscht. Der Token-Verkauf, den Hanzo als frühen Erfolg nennt, war laut SEC ein nicht angemeldetes Wertpapierangebot. Der erste Kunde ging pleite. Und hinter der KI plant Hanzo schon die nächste eigene Kryptowährung.
Die Software
Die Programme sind überwiegend umbenannte Kopien fremder Projekte. Hanzos eigener Anteil ist die Schicht, über die Nutzer sich anmelden, bezahlen und ihre Daten zu Hanzo schicken. Genau diese Schicht ist das Problem: keine Rückfragen, Steuerung aus der Cloud, Uploads ohne Schutz für Passwörter. Neun Konten dürfen neue Versionen veröffentlichen, sechs davon kann niemand zuordnen. Eine Sicherheitslücke wurde ohne Warnung an die Nutzer geschlossen, in mehreren Kopien fehlen Reparaturen, die die Originale längst veröffentlicht haben, und einen Schlüssel für vertrauliche Meldungen gibt es noch nicht. Und welches KI-Modell am Ende antwortet, legt Hanzo ausdrücklich nicht fest.
Der erste Kontakt
Hanzo hat mich mit einer Werbemail angeschrieben, die auf meinen Daten bei GitHub beruhte, gegen GitHubs Regeln und ohne meine Einwilligung. Als ich nachfragte, berief sich die Chefin auf eine Erlaubnis aller Nutzer, die es in meinem Fall nie gab. Danach schob sie die Mail einem einzelnen Mitarbeiter zu. 14 Minuten nach meinen schriftlichen Fragen war ich vom Discord-Server entfernt. Eine Antwort auf meine Fragen kam nicht.
Mein Urteil
Hier ist höchste Skepsis angebracht. Ich würde Hanzo weder meinen Computer noch meinen Code noch meine Zugangsdaten anvertrauen. Eine Software, die ohne zu fragen handelt, verlangt von ihren Nutzern blindes Vertrauen. Dieses Vertrauen muss sich eine Firma verdienen: mit klaren Verhältnissen, gültigen Rechtstexten und ehrlicher Kommunikation. Bei Hanzo finde ich nichts davon. Ob hinter der Fassade mehr steckt als ein kleines Team mit großen Ansprüchen, weiß ich nicht. Für ein Nein muss ich es auch nicht wissen.
So schützt du dich
Wenn du Code auf GitHub veröffentlichst, stell in deinem Konto ein, dass deine Mail-Adresse privat bleibt. GitHub gibt dir dann eine Ersatzadresse für deine Commits [101]. Alte Commits behalten die alte Adresse.
Wenn du die Mail auch bekommen hast: Nach Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung kannst du Auskunft verlangen, woher Hanzo deine Daten hat. Nach Artikel 7 muss Hanzo dir die angebliche Einwilligung nachweisen, und nach Artikel 21 kannst du der Werbung widersprechen [97]. GitHub nimmt Meldungen über Missbrauch über die Funktion „Report abuse“ entgegen.
Und bevor du irgendeinem KI-Werkzeug Zugriff auf deinen Computer gibst, lohnen sich fünf Fragen:
- Wer steht dahinter? Gibt es eine eingetragene Firma mit Adresse und Verantwortlichen?
- Gelten die Rechtstexte, und nennen sie einen Ansprechpartner in der EU?
- Fragt das Werkzeug vor jeder heiklen Aktion nach?
- Wohin gehen deine Daten, und wer bekommt sie am Ende?
- Wer darf neue Versionen veröffentlichen, und wie meldet man Sicherheitslücken?
Hast du auch Post von Hanzo bekommen? Schreib mir, dann ergänze ich den Artikel.
Hanzo im Überblick
- Firma: Hanzo AI, Inc., Holding Hanzo Industries Inc. (hält laut Hanzo 51 Prozent)
- Gegründet: 2014 laut Startland News, anfangs als Crowdstart. Hanzo selbst nennt 2013, 2014 und 2016.
- Sitz laut Hanzo: Kansas City, San Francisco oder Los Angeles
- Adressen: 1 Ferry Building, San Francisco (SHACK15); 995 Market Street, San Francisco (Frontier Tower); 405 Southwest Blvd #200, Kansas City
- Domains:
hanzo.ai,hanzo.app,hanzo.sh,hanzoskills.com,hanzo.blog,hanzo.bot - Absender der Mail:
joshua@hanzo.app, Versand über SendGrid - Personen: Zach Kelling (Gründer, heute Technikchef, laut Decrypt früher Entwickler und erster Technikchef von CryptoZoo), Antje Worring (nennt sich CEO, auf der Teamseite COO), Joshua Lynch („Fellow“ seit Oktober 2026)
- Nicht verwandt mit: Hanzo Archives (Großbritannien), Hanzo Solutions
Quellen
- Mein Filament-Commit vom 18.09.2025 (Adresse sichtbar in der Patch-Ansicht): https://github.com/filamentphp/filament/commit/e4be0d2fe3af388250b098ae10258afa776bcf9c
- GitHub, Nutzungsregeln (Acceptable Use Policies), Abschnitt 7 und 8: https://docs.github.com/en/site-policy/acceptable-use-policies/github-acceptable-use-policies
- Hacker News, „Tell HN: YC companies scrape GitHub activity, send spam emails to users“: https://news.ycombinator.com/item?id=47163885
- LinkedIn-Profil Joshua Lynch: https://www.linkedin.com/in/joshua-lynch-mba-1b603919b/
- Webby AI, Über uns: https://webbyai.cc/about/
- Hanzo, Teamseite: https://hanzo-industries.pages.dev/team
- Hanzo, Karriereseite: https://hanzo.ai/careers
- LinkedIn-Beitrag Joshua Lynch vom 28.10.2026, Empfehlung für Hanzo: https://www.linkedin.com/posts/joshua-lynch-mba-1b603919b_if-you-would-like-to-reduce-your-ai-spend-ugcPost-7521187590696431616-c6tr/
- LinkedIn-Gruppenbeitrag Joshua Lynch vom 27.10.2026, Qortal als „next bitcoin moment“: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:groupPost:2256615-7520854126252179460/
- LinkedIn-Beitrag Joshua Lynch vom 27.10.2026, Qort gegen Wallet-Adresse: https://www.linkedin.com/posts/joshua-lynch-mba-1b603919b_blockchain-crypto-rwa-ugcPost-7520844492502040577-SJNG/
- LinkedIn-Beitrag Joshua Lynch vom 01.11.2026, DeSci-Plattform: https://www.linkedin.com/posts/joshua-lynch-mba-1b603919b_desci-rwa-qortal-ugcPost-7522701860814688256-qUtF/
- Wikipedia, Ruggero Santilli: https://en.wikipedia.org/wiki/Ruggero_Santilli
- LinkedIn-Beitrag Joshua Lynch vom 02.11.2026, Plattform mit Dividenden: https://www.linkedin.com/posts/joshua-lynch-mba-1b603919b_rwa-blockchain-investment-ugcPost-7523031002924003328-Rz8U/
- Hanzo AI auf LinkedIn, 05.11.2026, teilt den Beitrag von Joshua Lynch: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7524225067266846720/
- Hanzo-Server auf Discord (Einladung): https://discord.gg/XthHQQj
- LinkedIn, Firmenseite „Hanzo AI“: https://www.linkedin.com/company/hanzo-ai/
- Hanzo, Dokumentation: https://docs.hanzo.ai/
- Hanzo, Geschichtsseite: https://hanzo.ai/history
- LinkedIn, Firmenseite „Hanzo“: https://www.linkedin.com/company/hanzoai/about/
- Hanzo, Presseseite: https://hanzo-industries.pages.dev/press
- LinkedIn-Profil Zach Kelling, Berufserfahrung: https://www.linkedin.com/in/zeekay/details/experience/
- SHACK15: https://www.shack15.com
- Frontier Tower: https://frontiertower.io
- Instagram, Konto „hanzoinc“: https://www.instagram.com/hanzoinc/
- Startland News, 10.10.2017, „Techstars Spotlight: Hanzo's e-commerce tools designed to make you money“: http://www.startlandnews.com/2017/10/techstars-spotlight-hanzos-e-commerce-tools-designed-to-make-you-money/
- hanzo.ai im Mai 2018, Wayback Machine: https://web.archive.org/web/20180509070330/https://hanzo.ai/
- hanzo.ai im Dezember 2023, Wayback Machine: https://web.archive.org/web/20231204024957/https://hanzo.ai/
- hanzo.ai im Februar 2024, Wayback Machine: https://web.archive.org/web/20240227022014/https://hanzo.ai/
- SEC, Pressemitteilung 2020-211 zu Unikrn, 15.09.2020: https://www.sec.gov/news/press-release/2020-211
- TechCrunch, 26.07.2016, zu SKULLY: https://techcrunch.com/2016/07/26/once-promising-ar-motorcycle-helmet-startup-skully-has-crashed-and-burned/
- Domain-Register (RDAP) zu hanzo.ai: https://rdap.org/domain/hanzo.ai
- GitHub-Profil Zach Kelling: https://github.com/zeekay
- Decrypt, 06.01.2023, zu CryptoZoo und Kelling: https://decrypt.co/118582
- Coffeezilla, „Investigating Logan Paul's Biggest Scam“, YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=386p68_lDHA
- Cointelegraph, Sammelklage gegen Logan Paul und CryptoZoo: https://cointelegraph.com/news/logan-paul-and-cryptozoo-sued-in-class-action-lawsuit
- Decrypt, Januar 2024, Rückkaufangebot: https://decrypt.co/211776/logan-paul-launches-cryptozoo-nft-buyback-files-countersuit-as-legal-battles-rage-on/
- Decrypt, 01.07.2023, zu CryptoZoo, Kelling und Zoo Labs: https://decrypt.co/es/146988/promesas-rotas-logan-paul-sigue-sin-reembolsar-compradores-cryptozoo-nft
- ProPublica, Zoo Labs Foundation (Daten der US-Steuerbehörde): https://projects.propublica.org/nonprofits/organizations/883538992
- LinkedIn-Profil Antje Worring: https://www.linkedin.com/in/antje-worring/
- Website Antje Worring: https://antjeworr.ing
- Startup Grind Bali auf LinkedIn, 24.06.2024, von Antje Worring geteilt: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7210839522501173248/
- LinkedIn-Beitrag Antje Worring vom 16.02.2026, Website mit hanzo.bot: https://www.linkedin.com/posts/antje-worring_in-a-world-where-our-relationships-are-split-share-7429284964153847808-e6Rm/
- LinkedIn-Beitrag Antje Worring vom 14.07.2021 zu ICOs: https://www.linkedin.com/posts/antje-worring_kcollective-share-6821106138327592960-Symj/
- LinkedIn-Beitrag Antje Worring vom 23.03.2023, Zoo als „Game-Fi“: https://www.linkedin.com/posts/antje-worring_ugcPost-7044482514891010048-q6h3/
- LinkedIn-Beitrag Antje Worring vom 12.07.2023, Zoo DAO und Pinguin-Ei: https://www.linkedin.com/posts/antje-worring_join-the-zoo-dao-and-save-animals-with-gamification-share-7084979741912444928-NChX/
- LinkedIn-Beitrag Antje Worring vom 23.10.2026, Spendenaufruf: https://www.linkedin.com/posts/antje-worring_sponsor-your-favorite-open-source-contributors-share-7519194739687133184-Wq7E/
- Hanzo auf GitHub Sponsors: https://github.com/sponsors/hanzoai
- NOTICE-Datei von Hanzo Dev: https://github.com/hanzoai/dev/blob/main/NOTICE
- NOTICE-Datei von Hanzo Bot: https://github.com/hanzoai/bot/blob/main/NOTICE
- Hanzo auf GitHub: https://github.com/hanzoai
- Hanzo, Dokument HIP-0039 zu den Zen-Modellen: https://github.com/hanzoai/HIPs/blob/main/HIPs/hip-0039-zen-model-architecture.md
- OpenClaw, veröffentlichte Sicherheitswarnungen: https://github.com/openclaw/openclaw/security/advisories
- OpenClaw, Warnung GHSA-4jpw-hj22-2xmc vom 12.03.2026, kritisch: https://github.com/openclaw/openclaw/security/advisories/GHSA-4jpw-hj22-2xmc
- Programmcode von Hanzo Bot, neue Zugangsschlüssel ohne Rechteprüfung: https://github.com/hanzoai/bot/blob/5e60419342c816c01b0e6d298316a15e27823108/src/gateway/server-methods/devices.ts#L149-L168
- Qdrant, Warnung GHSA-frc7-44gm-99qq vom 22.10.2026, kritisch: https://github.com/qdrant/qdrant/security/advisories/GHSA-frc7-44gm-99qq
- Einstellungen von Hanzo Vector, ohne den Schutzschalter enforce_internal_auth: https://github.com/hanzoai/vector/blob/6e02ab9e1aaa0def4ca29c2510e992f8efa040b6/config/config.yaml
- Umami, Warnung GHSA-3xx8-742v-m4mq vom 30.06.2026: https://github.com/umami-software/umami/security/advisories/GHSA-3xx8-742v-m4mq
- Programmcode von Hanzo Analytics, Prüfung der Freigabe-Schlüssel: https://github.com/hanzoai/analytics/blob/e5669c4598469c7661d3d4df0680e5e68e1182e3/src/lib/auth.ts#L147-L154
- Langflow, Warnung GHSA-jxw3-mjmx-3pqm vom 12.08.2026, kritisch: https://github.com/langflow-ai/langflow/security/advisories/GHSA-jxw3-mjmx-3pqm
- Programmcode von Hanzo Flow, Schlüssel per random.seed: https://github.com/hanzoai/flow/blob/5c38bcef83227064222536c43fb7608f9afcdcc9/src/backend/base/flow/services/auth/utils.py#L349-L351
- Hanzo Bot, Seite für Sicherheitswarnungen: https://github.com/hanzoai/bot/security/advisories
- LinkedIn-Beitrag Hanzo AI vom 19.10.2026 zu KAI: https://www.linkedin.com/posts/our-decision-model-kai-now-is-out-performing-share-7517981008667828226-tRkA/
- LinkedIn-Beitrag Joshua Lynch vom 20.10.2026 zum Trolley-Test: https://www.linkedin.com/posts/joshua-lynch-mba-1b603919b_ai-technology-share-7518304576517779456-lGaw/
- Hanzo, Trolley-Test für Kai: https://github.com/hanzoai/trolley-bench
- Hanzo, Trolley-Test, Vergleichstabelle Kai mit und ohne Nio, Stand 02.11.2026: https://github.com/hanzoai/trolley-bench/blob/6cba2c9eb4e9b9c01dfbbad928609f0253af52c8/README.md?plain=1#L36-L38
- LinkedIn-Beitrag Antje Worring vom 17.10.2026 zum Trolley-Test: https://www.linkedin.com/posts/antje-worring_decisionmodels-agenticframework-workflows-share-7517281855059193858-SAHj/
- Hanzo, Trolley-Test, Ergebnistabelle in der Fassung vom 19.10.2026: https://github.com/hanzoai/trolley-bench/blob/7ebe7857c3fdaf5b2ac2100c04e5218ba8f448b0/README.md?plain=1#L12-L15
- Hanzo, Korrektur der Trolley-Zahlen und neuer Warnhinweis am 02.11.2026: https://github.com/hanzoai/trolley-bench/commit/6cba2c9eb4e9b9c01dfbbad928609f0253af52c8
- Programmcode „gen“, Start von Claude Code: https://github.com/hanzoai/gen/blob/7846eed181a15047e5b1b3ec1a092a9a4d8ad82b/src/claude.rs
- Hanzo, Datenschutzerklärung: https://hanzo.ai/privacy
- Programmcode der Werkzeugkiste (MCP), Werkzeugliste: https://github.com/hanzoai/mcp/blob/99894639f353ce0d368b23471c81ac89d37e703d/rust/src/lib.rs
- Sicherheitsbeschreibung der Werkzeugkiste: https://github.com/hanzoai/mcp/blob/99894639f353ce0d368b23471c81ac89d37e703d/SECURITY.md
- Programmcode der Sicherheitsstufe: https://github.com/hanzoai/mcp/blob/99894639f353ce0d368b23471c81ac89d37e703d/rust/src/tools/verdict.rs
- Programmcode „gen“, Anleitungen vom Server: https://github.com/hanzoai/gen/blob/7846eed181a15047e5b1b3ec1a092a9a4d8ad82b/src/kit.rs
- Programmcode „gen“, Steuerung aus der Cloud: https://github.com/hanzoai/gen/blob/7846eed181a15047e5b1b3ec1a092a9a4d8ad82b/src/control.rs
- Programmcode „gen“, Werkzeugausgaben bis 48 Kilobyte: https://github.com/hanzoai/gen/blob/7846eed181a15047e5b1b3ec1a092a9a4d8ad82b/src/event.rs#L177-L185
- Programmcode „gen“, gemeldete Angaben zu Ordner, Projekt und Rechner: https://github.com/hanzoai/gen/blob/7846eed181a15047e5b1b3ec1a092a9a4d8ad82b/src/context.rs#L4-L5
- Programmcode „gen“, Übertragung standardmäßig eingeschaltet: https://github.com/hanzoai/gen/blob/7846eed181a15047e5b1b3ec1a092a9a4d8ad82b/src/lib.rs#L122-L125
- Programmcode der Werkzeugkiste, Hochladen von Projekten: https://github.com/hanzoai/mcp/blob/99894639f353ce0d368b23471c81ac89d37e703d/rust/src/tools/cloud_code.rs
- Programmcode der Kommandozeile, Nutzungsmeldungen: https://github.com/hanzoai/cli/blob/95b7b84c6f3525ebd30ed5d8080fb460e9593790/src/telemetry.rs
- Hanzo, Nutzungsbedingungen: https://hanzo.ai/terms
- Hanzo, Liste der Dienstleister: https://hanzo.ai/legal/subprocessors
- Hanzo, Übersicht der Rechtstexte: https://hanzo.ai/legal
- Hanzo, Installationsprogramm: https://hanzo.sh
- Hanzo, eigentliches Installationsprogramm: https://github.com/hanzoai/cli/blob/95b7b84c6f3525ebd30ed5d8080fb460e9593790/install.sh
- npm-Register, Paket „hanzo“, Liste der Veröffentlicher im Feld „maintainers“: https://registry.npmjs.org/hanzo
- Programmcode der Kommandozeile, Freigabe von Befehlsfenstern, Zeilen 40 bis 47: https://github.com/hanzoai/cli/blob/95b7b84c6f3525ebd30ed5d8080fb460e9593790/src/commands/share.rs#L40-L47
- Hanzo, Behebung der Freigabe-Lücke vom 11.08.2026: https://github.com/hanzoai/cli/commit/e04db5895587cac63aca371a37b573ee064892d6
- Hanzo-Kommandozeile, Seite für Sicherheitswarnungen: https://github.com/hanzoai/cli/security/advisories
- OWASP, Prompt Injection (LLM01): https://genai.owasp.org/llmrisk/llm01-prompt-injection/
- Hanzo, Dokument HIP-0001 zur Kryptowährung $AI: https://github.com/hanzoai/HIPs/blob/d1309820bd63a66fb94c63ff268df8901915ddd4/HIPs/hip-0001-ai-coin-hanzos-native-currency.md
- Hanzo, Kommandozeile, Befehl „hanzo chain“ für einen Knoten im Lux-Netz: https://github.com/hanzoai/cli/blob/95b7b84c6f3525ebd30ed5d8080fb460e9593790/src/commands/chain.rs#L1-L9
- Hanzo, Kommandozeile, Befehl „hanzo wallet“: https://github.com/hanzoai/cli/blob/95b7b84c6f3525ebd30ed5d8080fb460e9593790/src/commands/wallet.rs#L1-L12
- Lux Partners: https://lux.partners
- Isle of Man Financial Services Authority, Register, Suche am 07.11.2026: https://www.iomfsa.im/register-search/
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Paragraf 7: https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7.html
- Datenschutz-Grundverordnung: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj
- CB Insights zu Hanzo: https://www.cbinsights.com/company/hanzo/
- SEC, Volltextsuche in den Unternehmensmeldungen: https://www.sec.gov/edgar/search/#/q=%22Hanzo%20AI%22
- Hanzo, Seite für Investoren: https://hanzo.ai/investors
- GitHub, Anleitung zur privaten Commit-Adresse: https://docs.github.com/en/account-and-profile/setting-up-and-managing-your-personal-account-on-github/managing-email-preferences/setting-your-commit-email-address